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Bestenehrung: Hopp-Foundation und SAP zeichneten Nachwuchs-Informatiker aus

248.092 Jugendliche aus 1.381 Schulen in ganz Deutschland nahmen am Informatik-Biber 2015 teil. Unter den Preisträgern sind auch jede Menge Schülerinnen und Schüler aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie wurden nun - wie in jedem Jahr - von der Hopp Foundation und dem Software-Konzert SAP in einer Feierstunde ausgezeichnet.

Einer seiner ersten Programmier-Versuche war ein Einkaufslisten-Generator, erstellt an einem gefundenen und vom Vater wieder flottgemachten Epson-Laptop aus den 90er Jahren, heute begeistert Mirek Hančl als Gymnasiallehrer Schülerinnen und Schüler für Informatik. Seine Botschaft: „Informatik ist kreativ.“ Und wie! In seinem Vortrag vor rund 70 Jugendlichen aus der Metropolregion Rhein-Neckar zeigte der Pädagoge mit Wortwitz und Zaubertricks die praktischen Bezüge des Fachs auf, denn: „Informatik ist viel mehr als nur Programmieren.“

Der Pädagoge war auf Einladung der Hopp Foundation in die Walldorfer SAP-Zentrale gekommen. Unter dem Gelächter der Schülerinnen und Schüler setzte er gängige Unterrichtsregeln außer Kraft: „Natürlich dürft ihr twittern! Also, ausnahmsweise!“ Der Niedersachse, der seine eigenen Schüler Computerspiele entwickeln lässt und mit seinem praxisbezogenen Unterricht jedes Jahr einige von ihnen für ein Informatik-Studium begeistert, traf mit seinem unterhaltsamen Vortrag den Geschmack seines Publikums. Das Geräusch eines Nadeldruckers erraten? Kein Problem. Den korrekten Befehl, es im Spiel Minecraft regnen zu lassen? Die Schüler waren um keine Antwort verlegen. Schließlich hatten sie alle erfolgreich am „Informatik Biber“ teilgenommen, einem Wettbewerb für Kinder und Jugendliche der Klassenstufen fünf bis 13, der mit spannenden Aufgaben Berührungsängste abbauen und zur Beschäftigung mit dem Fach anregen soll. Die gestellten Fragen erfordern keine Vorkenntnisse, sondern unterstreichen Lebensnähe und Alltagsbezug der Informatik.

Zwölf der Schüler, die in die SAP-Zentrale nach Walldorf gekommen waren, wurden für ihre Teilnahme am "Bundeswettbewerb Informatik" geehrt. Auch er soll – auf einem höheren Niveau als der „Biber“ – zu intensiver Beschäftigung mit Inhalten und Methoden der Informatik anregen. Dr. Wolfgang Pohl, Geschäftsführer der Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF), gratulierte den ausgezeichneten Schulen und Einzelpreisträgern persönlich und sagte: „Informatik heißt zuerst einmal nachdenken, um ein Problem zu erkennen und zu lösen. Das Programmieren steht dann an letzter Stelle.“

Dass ein Fußball-Verein wie die TSG 1899 Hoffenheim ohne IT gar nicht agieren könnte, erklärte dessen Geschäftsführer Peter Görlich. „Wir sammeln im Training und im Spiel jede Menge Daten über unsere Spieler. Die gilt es auszuwerten und anschließend sinnvoll zu nutzen“, sagte er im Interview mit Moderator Mike Diehl und unterstrich, was auch Romy Sinn vom Ausbildungsmarketing der SAP sagte: „In der Informatik entwickeln sich ständig neue, spannende Berufsfelder.“

Für die geehrten Schulteams der Jahrgangsstufen neun bis zwölf und die Einzelpreisträger war die Bestenehrung daher weit mehr als eine unterhaltsame Feierstunde mit Urkunde und Geschenketüte, sondern, wie es der sympathische Lehrer Mirek Hančl ausdrückte, vor allem „eine Motivation zum Weitermachen!“

Weitere Informationen zu den Wettbewerben: www.bwinf.de

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