‹ zurück zur Übersicht

Schülerzeitung neu gedacht!

Herausforderung: Erfindet eine neue Form der Schüler­zeitung, die die Bedürfnisse ihrer Adressaten erfüllt 

Teilnehmerzahl: 9 Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 und 9, 1 Lehrer und 2 Coaches

Dauer: 2 Tage

Ort: Hohenstaufen-Gymnasium in Eberbach und Design-Thinking-Schulungsräume der Hopp Foundation in Weinheim

Die Schüler des Hohenstaufen-Gymnasiums in Eberbach geben mit Unterstützung ihres Lehrers Herrn Berger regelmäßig die Schulzeitung »Highlight« heraus. Dabei sind allerdings manche Fragen ungeklärt: Welche Erwartungen haben die Leser an die Schülerzeitung? Welche Inhalte sind interessant? Wie oft möchten Schüler die Zeitung lesen? Was würden sie dafür bezahlen? Und aus einer anderen Perspektive: Welche Inhalte akzeptieren die Lehrenden? Gibt es Grenzen?

Damit das Redaktionsteam die Zeitung selbstständig neu gestalten und dabei die Wünsche der Leserschaft einbinden kann, arbeitet es zwei Tage lang mit Methoden des Design Thinking und lernt so, die Perspektive der Lesenden einzunehmen. Neue Ideen zur Gestaltung und Inhalt entstehen.

Tag 1: Kurz warm werden und los geht’s mit den Interviews!

Der erste Projekttag steht ganz unter dem Motto: Wir lernen. Zum einen wollen die Teilnehmer lernen, wie sie anders an ihrer Zeitung »Highlight« arbeiten können. Zum anderen brennen sie dafür, mehr über ihre Leserschaft herauszufinden.

Der Tag beginnt am Hohenstaufen-Gymnasium in Eberbach. Zwei Teams bilden sich und schon bald wird sich bei verschiedenen Warm-ups auf den gemeinsamen Tag eingestimmt. Nach einer kurzen Einführung in die Arbeitsmethodik starten die Teams damit, ihr Problemverständnis durch Empathie-Interviews mit Schülern und Lehrenden zu erweitern. Die Stimmung ist positiv. Die Interviewten freuen sich, zu der Gestaltung der Schülerzeitung beitragen zu können, das motiviert die zwei Teams ungemein. »Hätte ich nicht gedacht, dass es so einfach sein kann, die anderen zu befragen«, sagt ein Projektteilnehmer. In den Interviews stehen die Zeitungsrubriken »Witz« und »Kleine Spiele« im Vordergrund. Dabei finden die Lehrenden – zur Überraschung des Redaktionsteams – kleine Späße auf ihre Kosten völlig in Ordnung. Die positive Arbeitsstimmung scheint die verschiedenen Gruppen stärker miteinander zu verbinden – ein schöner Nebeneffekt.

Nach der Durchführung der Interviews tauschen sich die Schüler über das Gelernte aus und filtern die für sie wichtigsten Erkenntnisse heraus.

Tag 2: Anwenden des Gelernten, es wird kreativ

Am zweiten Tag reist das Redaktionsteam gemeinsam nach Weinheim. Dort erkundet es im Design-Thinking-Schulungsraum der Hopp Foundation kreativ den Lösungsraum ihrer Aufgabenstellung. Die Teams genießen ihren gestalterischen Freiraum und entwickeln so neben Inhalten auch neue Formate für ihre Schülerzeitung. Es entsteht eine Informationstafel für die Aula, auf der aktuelle Informationen zum Schulgeschehen sowie eine Vorschau auf die nächste Ausgabe präsentiert werden. Die Schüler erfinden unterhaltsame Spiele für verschiedene Klassenstufen, gestalten Comics, erarbeiten Lehrerporträts und bauen dabei gegenseitig auf den Ideen ihrer Teammitglieder auf. Bei den vielen guten Ideen fällt die Auswahl für die nächste Phase, das Prototypenbauen, schwer. Deswegen teilen sich die Teams in jeweils zwei Unterteams auf, sodass sie insgesamt vier Ideen ausgestalten können.

Ihre Prototypen, darunter neuartige Comics und Satire, testen die Schüler anschließend in der Weinheimer Altstadt. Anfangs kostet es die Jugendlichen etwas Überwindung, ihre Konzepte fremden Passanten vorzustellen. Mit ein bisschen Übung klappt es bald immer besser.

Am Ende des zweiten Projekttages freuen sich die Schüler über ihre Ideen und die neue Ausrichtung der Schülerzeitung. Sie sind motiviert, an der Zeitung weiter zu arbeiten. »Fröhlich und produktiv«, so beschreibt eine Schülerin die Arbeitsatmosphäre. »Ich hoffe, so können wir in Zukunft auch arbeiten.«


 

‹ zurück zur Übersicht

Kontakt

abbrechen