Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Details

Notwendige Cookies helfen dabei, eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

NameAnbieterZweckAblauf
wirehopp-foundation.deDer Cookie ist für die sichere Anmeldung und die Erkennung von Spam oder Missbrauch der Webseite erforderlich.Session
cmnstrhopp-foundation.deSpeichert den Zustimmungsstatus des Benutzers für Cookies.1 Jahr
ImpressumDatenschutz

Cookie-Consent-Manager-Anbieter: Hopp Foundation

Feedback

KI-Wegweiser

Künstliche Intelligenz spielt eine zunehmend wichtige Rolle im Bildungsbereich. Mit dem EU AI Act gilt erstmals ein einheitlicher Rechtsrahmen für KI in der EU, der auch für Schulen verbindliche Vorgaben macht. Er verpflichtet Bildungsinstitutionen dazu, Mitarbeitende, einschließlich der Lehrkräfte, die KI-Systeme nutzen, entsprechend zu schulen und ihre KI-Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Unser KI-Wegweiser bündelt relevante Fortbildungen und Materialien für Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler:innen. Er zeigt, welche Formate sich im Sinne des EU AI Acts sinnvoll kombinieren lassen und ordnet alle Angebote den vier Kompetenzbereichen des AI Literacy Frameworks zu. So unterstützt er bei der gezielten Auswahl passender Fortbildungs- und Unterrichtsmaterialien.

EU AI Act: Regulierung und Anforderungen an Schulen

Die Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) erfordern klare Regeln, um Vertrauen in die Technologie zu schaffen und ihre Risiken zu begrenzen. Der EU AI Act (European Artificial Intelligence Act) setzt einen verbindlichen Rechtsrahmen für den Einsatz von KI in Europa. Er ist seit 1. August 2024 schrittweise in Kraft getreten, der für Schulen besonders relevante Teil gilt seit Februar 2025 und die vollständige Umsetzung erfolgt bis 2026. Sein Ziel: menschenzentrierte, transparente und sichere KI-Anwendungen, die Innovation fördern und gleichzeitig Grundrechte, Gesundheit und Sicherheit schützen.

Relevanz für Schulen

Der EU AI Act klassifiziert KI-Systeme nach Risikokategorien. Für Schulen bedeutet das:

  • KI-Kompetenz wird zur Pflicht: Lehrkräfte und Schulleitungen müssen über ausreichendes technisches Verständnis und die Fähigkeit verfügen, Chancen und Risiken von KI kritisch zu bewerten. Beim Einsatz im Unterricht müssen auch Schüler:innen geschult und sensibilisiert werden.
  • Hochrisiko-KI (z. B. Systeme zur Leistungsbewertung oder Lernanalyse) unterliegt strengen Anforderungen an Transparenz, Datenqualität und Dokumentation.
  • Schulen agieren meist als Nutzer (Deployer) von KI, können aber je nach Einsatz eigene Pflichten haben – etwa zur Risikoabschätzung oder Nutzerinformation.

KI-Kompetenz ist eine Bildungspriorität

Der EU AI Act stellt Schulen also vor neue Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Datenschutz, Haftung und notwendige Qualifizierung. Gleichzeitig bietet er die Chance, KI verantwortungsvoll in Lehr- und Lernprozesse zu integrieren.

Die Priorisierung von KI-Kompetenz im Bildungsbereich soll sicherstellen, dass Schüler:innen lernen, KI verantwortungsvoll zu bewerten, zu hinterfragen und anzuwenden – auch über den Unterricht hinaus. Lehrkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle.

Um Schulen bei diesem Prozess zu unterstützen, haben die Europäische Kommission und die OECD ein entsprechendes Rahmenwerk entwickelt. Das „AI Literacy Framework for Primary and Secondary Education" verfolgt einen praxisnahen Ansatz zur Förderung von KI-Kompetenz, der sich direkt im Unterricht anwenden lässt. Im Zentrum stehen vier Kompetenzbereiche, welche die typischen Interaktionen von Lernenden mit KI abbilden: Umgang mit KI als Basiswissen, Gestalten mit KI, Verwalten von KI und Entwicklen von KI. Diese Struktur trägt dazu bei, KI-Bildung überschaubarer zu gestalten. Die vielfältigen Aspekte von KI werden in klar abgegrenzte Kategorien überführt, die Lehrkräften helfen, Unterrichtsschwerpunkte zu setzen, Lernziele transparent zu formulieren und Lernfortschritte systematisch nachzuvollziehen.

Gestalten mit KI

Lernende arbeiten kreativ oder problemlösend mit einem KI-System zusammen, indem sie dessen Ausgaben durch Aufforderungen und Rückmeldungen steuern. Dabei müssen Aspekte wie Fairness, Angemessenheit,  Urheberrechte, Namensnennung und verantwortungsvoller Einsatz berücksichtigt werden.

Verwalten von KI

Verwalten von KI bedeutet, bewusst zu entscheiden, wie KI menschliche Arbeit unterstützen soll. Dazu gehört, ihr klare, strukturierte Aufgaben zu geben und sich selbst auf Bereiche zu konzentrieren, die Kreativität, Empathie und Urteilsvermögen erfordern. Lernende lernen dabei, Aufgaben sinnvoll zu delegieren, KI-Outputs gezielt zu steuern und zu prüfen, ob die Rolle der KI zu ihren Zielen und Werten passt. 

Entwickeln von KI

Lernende werden befähigt, die Funktionsweise von KI sowie deren soziale und ethische Auswirkungen zu verstehen. Durch praktische Erkundung erkennen sie, wie Daten und Designentscheidungen und Modellverhalten Fairness und Wirkung von KI beeinflussen.

Umgang mit KI

Der Umgang mit KI umfasst deren Nutzung als Werkzeug für den Zugang zu neuen Inhalten und Informationen. Lernende müssen KI-Angebote erkennen, deren Genauigkeit und Relevanz beurteilen und ein grundlegendes technisches Verständnis entwickeln, um Fähigkeiten und Grenzen der KI kritisch einordnen zu können.