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eduScrum – erfolgreich in Gruppen zusammenarbeiten

eduScrum ist eine kollaborative Unterrichtsform, die es Lernenden ermöglicht, sich Inhalte in selbstorganisierter Teamarbeit zu erschließen. Innerhalb eines klar definierten Rahmens bewegen sie sich eigenverantwortlich durch den Lernprozess und messen ihren Fortschritt selbst.

eduScrum – erfolgreich in Gruppen zusammenarbeiten

„Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“, lautet das Motto bei eduScrum. Die Methode legt einen Teil der Verantwortung für den Lernerfolg in die Hände der Schülerinnen und Schüler selbst. Lehrende geben die Aufgabenstellung und den zeitlichen Rahmen vor und stehen den Teams als Coach unterstützend zur Seite. In Teamarbeit erschließen sich Lernende Inhalte selbst und unterstützen einander in der Bearbeitung der Aufgaben. Hierdurch werden Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und kritisches Denken gefördert. Die Methode bietet Raum für kreative Problemlösung und fördert konstruktive Diskussionen im Team. Die Lernenden werden so auf die Arbeitsweisen der Zukunft vorbereitet und entwickeln sich sowohl fachlich als auch persönlich weiter.

Den theoretischen Hintergrund bildet Scrum, eine agile Methode, welche vor allem in der Softwareentwicklung eingesetzt wird. Ein selbstorganisiertes Team arbeitet in kurzen Entwicklungszyklen – sogenannten Sprints. Ziel ist es, sich Schritt für Schritt einer Lösung zu nähern, statt auf langwierige Entwicklungsprozesse zu setzen, an deren Ende ein vollständiges Produkt steht. Die Software wird in Teilprodukte aufgebrochen, die nacheinander bearbeitet werden. Auf diese Weise können Teams flexibel und schnell auf Veränderungen und Probleme reagieren und kontinuierlich neue Ideen berücksichtigen. eduScrum nutzt genau diese Vorteile für die Schule. Schüler*innen erarbeiten Lernstoff Schritt für Schritt und haben so über den gesamten Prozess hinweg immer wieder Erfolgserlebnisse.

Die eduScrum Methode wurde von Willy Wijnands entwickelt. Er war bis 2020 Physik- und Chemielehrer am Ashram College in Alphen aan den Rijn in den Niederlanden. Die Idee entstand bei einem Grillabend mit Freunden. Inspiriert durch seine Erfahrung mit Scrum und seine Arbeit als Trainer für Aikido, legte Willy 2011 den Grundstein für eduScrum. Seitdem hat sich die Methode weltweit bewährt und wird von einer internationalen Community in mehr als 15 Ländern praktiziert. Willy bezeichnet eduScrum als „lebende Methode“, welche er gemeinsam mit seinem Team und vor allem seinen Schüler*innen kontinuierlich weiterentwickelt.

Die erfolgreiche Umsetzung von eduScrum als Unterrichtsmethode setzt Offenheit voraus. Eine agile Lernkultur ist das optimale Umfeld für die Arbeit mit der Methode. Doch was macht eine solche Kultur aus? Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Beschäftigt man sich jedoch mit dem Thema Agilität, gibt es einige Schlagworte, die häufig genannt werden. Hierzu gehören Respekt und Vertrauen, Kollaboration, iterative Lernzyklen und Anpassungsfähigkeit. Die eduScrum Methode fasst diese Grundideen agiler Lernkultur zusammen. Die wichtigsten Aspekte können in einem Haus-Modell versinnbildlicht werden, wobei Vertrauen das Fundament für die drei tragenden Säulen Transparenz, Reflektion und Anpassung bildet.

Vertrauen

Die Basis für die Zusammenarbeit bildet das Vertrauen, bzw. Zutrauen. Die Lehrkraft traut den Lernenden zu, die Verantwortung für ihren Lernerfolg selbst zu übernehmen und gibt ihnen damit Freiraum. Hierdurch sind Schüler*innen motiviert und ihre Eigeninitiative wird gefördert. Lernende bringen einander in der Teamarbeit ebenfalls Vertrauen entgegen. Sie teilen ihre Aufgaben untereinander auf und bearbeiten sie verlässlich. Durch intensives Teambuilding zu Beginn der Arbeit mit eduScrum wird dieses Vertrauen innerhalb der Gruppen aufgebaut. Es trägt dazu bei, dass sich die Teams als Einheit verstehen und sich gegenseitig vertrauen.

Transparenz

Transparenz bedeutet, dass alle am Prozess Beteiligten ein gemeinsames Verständnis für die Vorgehensweise teilen. Das betrifft sowohl die Prozesssprache als auch die Regeln für die Zusammenarbeit. Lehrende und Lernende legen gemeinsam fest, welche inhaltlichen und zwischenmenschlichen Rahmenbedingungen für die Arbeit gelten sollen. Hierzu zählt auch das gemeinsame Verständnis für die Bedeutsamkeit der Aufgabe.

Reflektion

Während der Bearbeitung der Aufgaben gibt es an festen Punkten im Prozess Raum für Reflektion. Die regelmäßige Abstimmung im Team und die Retrospektive am Ende eines Sprints dienen dazu, sowohl die Arbeitsweise als auch den Fortschritt gemeinsam zu reflektieren. Das Team hat außerdem die Möglichkeit, Hindernisse offen anzusprechen und bei Bedarf Hilfe von der Lehrkraft anzufordern. Entscheidungen über eine veränderte Arbeitsweise fließen in die Team- und Arbeitsregeln ein, welche vor dem nächsten Sprint aktualisiert werden.

Anpassung

Die Möglichkeit der Anpassung erlaubt es dem Team, sich schrittweise einer optimalen Arbeitsweise und dem Lernziel zu nähern. Sowohl Spielregeln für das Miteinander als auch der aktuelle Stand der Bearbeitung werden regelmäßig besprochen. Auf diese Weise kann das Team mögliche Blockaden schnell identifizieren und durch eine Anpassung aus dem Weg schaffen. eduScrum setzt auf ein iteratives und inkrementelles Vorgehen. Dies bedeutet, dass die Teams einerseits ihre Hauptaufgabe in kleine Teilbereiche unterteilen und andererseits auf Basis kontinuierlicher Verbesserung ihre Arbeitsweise anpassen.