Das richtige KI-Tool für die richtige Aufgabe

Dauer 3 Stunden
Durchführungsform Online
Zielgruppe Lehrkräfte aller Schularten
Niveaustufe Fortgeschrittene

Workshopbeschreibung

ChatGPT kennen und nutzen inzwischen die meisten Lehrkräfte – doch die KI-Landschaft ist längst deutlich breiter geworden. Für Recherche, für die Arbeit mit eigenen Materialien, für den Einsatz mit Schülerinnen und Schülern oder für mehrstufige Aufgaben gibt es jeweils Werkzeuge, die deutlich besser geeignet sind als der klassische Chatbot. Der häufigste Grund für Frust mit KI ist nicht mangelndes Können der Modelle, sondern die Wahl des falschen Werkzeugs.

Dieser Online-Workshop gibt einen strukturierten Überblick über die aktuelle Tool-Landschaft und ordnet sie in vier klare Kategorien ein. In kurzen Input-Phasen wird jedes Werkzeug mit seinen Stärken und Grenzen vorgestellt, anschließend probieren die Teilnehmenden es direkt an eigenen Unterrichtsmaterialien aus. Am Ende steht eine praktikable Entscheidungshilfe: Welches Tool passt zu welcher Aufgabe im Schulalltag?

Neben den Möglichkeiten kommen auch die Grenzen zur Sprache – Halluzinationen, Datenschutz und die Frage, was der KI-Einsatz mit dem Lernen der Schülerinnen und Schüler macht.

Inhalte

Vorgestellte Tools:

  • Klassische Chatbots: ChatGPT, Gemini, Claude – inkl. Artefakt-/Canvas-Funktion
  • NotebookLM – quellenbasiertes Arbeiten mit eigenen Materialien
  • Perplexity AI – KI-gestützte Recherche mit belegten Quellen
  • Schulische, DSGVO-konforme Tools: fobizz, AIS.chat
  • KI-Agenten: ChatGPT Agentenmodus, Claude Cowork u. a.
  • Claude in Microsoft 365 (Word, PowerPoint) – als Demonstration

Agenda:

  • Tool-Landkarte: die vier Kategorien von KI-Tools 2026
  • Klassische Chatbots im Vergleich – Fähigkeiten, Kosten, Grenzen; Arbeitsphase an eigenem Material
  • NotebookLM: Audio-Overview, Mindmap, Quiz und Lernkarten aus eigenen Quellen; Arbeitsphase
  • Perplexity AI: quellenbasierte Recherche – und der kritische Blick auf die gelieferten Quellen; Arbeitsphase
  • KI-Einsatz mit Schülerinnen und Schülern: einen eigenen Lern-Chat konfigurieren und in ein DSGVO-konformes Tool überführen; Arbeitsphase
  • Vom Chatbot zum Agenten: die drei Stufen Chatten – Konfigurieren – Delegieren, Anwendungsfälle im Schulalltag
  • Claude in Microsoft 365: direkt im Dokument und in der Präsentation arbeiten – Demonstration durch den Referenten (lizenzpflichtig, keine eigene Erprobung nötig)
  • Checkliste zur Tool-Auswahl für den eigenen Alltag
  • Risiken: Halluzinationen, veraltete Daten, Bias, Datenschutz
  • Was KI mit dem Lernen macht: kognitives Offloading, Deskilling, KI-resilientere Aufgabenformate
  • Abschluss und Austausch

Was die Teilnehmenden mitnehmen:

  • Eine belastbare Entscheidungshilfe, welches Tool zu welcher Aufgabe passt
  • Mindestens ein selbst erstelltes Produkt (Lern-Chat, Material aus NotebookLM o. Ä.)
  • Eine Einschätzung, wo KI im Unterricht sinnvoll ist – und wo sie dem Lernen schadet

Voraussetzungen

  • Erste praktische Erfahrung mit einem KI-Chatbot (ChatGPT, Gemini, Claude o. Ä.) / Prompting-Grundlagen.
  • Optimalerweise zwei Geräte: ein Arbeitsgerät und ein Gerät zum Verfolgen der Videokonferenz mit Videokamera und Mikrofon.
  • Zugang zu mindestens einem KI-Chatbot; ein Google-Konto für NotebookLM; kostenfreie Zugänge ausreichend.
  • Nach Möglichkeit ein eigener Zugang zu fobizz oder AIS.chat für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern (falls nicht vorhanden, ist die Teilnahme auch beobachtend möglich).
  • Eigenes Unterrichtsmaterial zum Ausprobieren (z. B. ein Skript, ein Arbeitsblatt oder eine alte Klassenarbeit als PDF).
Das richtige KI-Tool für die richtige Aufgabe

Referent:in

Johannes Walther ist ehemaliger Stipendiat der HoppFoundation und Lehrer für Informatik, Mathematik und Physik am Kurpfalzgymnasium in Schriesheim. Er ist leidenschaftlich daran interessiert, innovative Unterrichtskonzepte zu erkunden und das digitale Arbeiten an Schulen voranzutreiben. Er hat bereits Erfahrungen im Einsatz von ChatGPT sowohl bei der Unterrichtsvorbereitung als auch im Unterricht selbst gesammelt und möchte andere Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsvollen Umgang mit KI-Technologien wie ChatGPT befähigen.

Herr Walther realisiert als selbstständiger Referent auch Workshops im Auftrag der Hopp Foundation.

Termine

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