Workshopbeschreibung
Mit Vibe Coding lassen sich mithilfe generativer KI eigene kleine interaktive Anwendungen erstellen, ohne selbst programmieren zu müssen. Statt Programmcode zu schreiben, wird der KI in natürlicher Sprache beschrieben, was eine Anwendung können und wie sie aussehen soll. Durch Ausprobieren, Feedback und weitere Prompts wird der erste Entwurf Schritt für Schritt verbessert.
Im Workshop wird dieser Ansatz anhand konkreter Beispiele aus dem Fremdsprachenunterricht praktisch erprobt. Im Mittelpunkt stehen kleine, unmittelbar einsetzbare Anwendungen für den Unterrichtsalltag, beispielsweise spielerische Vokabelübungen, interaktive Grammatikübungen oder EDU-Breakouts, bei denen Schüler sprachliche Aufgaben und Rätsel lösen, um Hinweise, Codes oder die nächste Station zu erhalten.
Als Zugänge zum Vibe Coding werden unterschiedliche KI-Oberflächen vorgestellt und praktisch erprobt, darunter AIS.chat, fobizz, ChatGPT, Gemini und Claude. Dabei wird gezeigt, wie aus einer Unterrichtsidee mithilfe geeigneter Prompts ein erster Prototyp entsteht und wie dieser anschließend gezielt weiterentwickelt werden kann. Inhalte können ausgetauscht, Aufgabenformate verändert, Feedback ergänzt, Schwierigkeitsstufen angepasst oder spielerische Elemente hinzugefügt werden. Der Fokus liegt dabei nicht auf dem Erlernen einer Programmiersprache, sondern auf dem Beschreiben, Testen und iterativen Verbessern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Weg vom Prototyp zur konkreten Nutzung im Unterricht. Es wird thematisiert, wie die erstellten Anwendungen für Schüler zugänglich gemacht und in bestehende digitale Lernumgebungen integriert werden können. Anhand von Beispielen wie Moodle, TaskCards und Canva werden verschiedene Möglichkeiten der Bereitstellung und Verlinkung betrachtet.
Die Teilnehmenden durchlaufen exemplarisch den gesamten Prozess von der didaktischen Idee über das Prompten und Erstellen bis zum Teilen einer eigenen kleinen Lernanwendung. Neben den praktischen Möglichkeiten werden auch Grenzen und Herausforderungen thematisiert, insbesondere Datenschutz, Urheberrecht und der verantwortungsvolle Umgang mit KI-generierten Inhalten.
Inhalt
- Vibe Coding verstehen: Grundprinzip und Möglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht
- KI-Oberflächen kennenlernen: Vibe Coding mit AIS.Chat, fobizz, ChatGPT, Gemini und Claude
- Vom Prompt zur Anwendung: Unterrichtsideen beschreiben, erste Prototypen erstellen, testen und gezielt weiterentwickeln
- Praxisbeispiele umsetzen: Interaktive Vokabel- und Grammatikübungen sowie EDU-Breakouts erstellen
- Eigene Unterrichtsidee realisieren: Ein kleines interaktives Lernangebot entwickeln und an unterschiedliche Sprachen, Themen und Lernniveaus anpassen
- Anwendungen mit Schüler:innen teilen: Bereitstellung und Einbindung z. B. über Moodle, TaskCards, Canva, Links oder QR-Codes
- Einsatz reflektieren: Didaktischer Mehrwert, Datenschutz, Urheberrecht und Grenzen KI-generierter Anwendungen