Prüfungsformate im KI-Zeitalter für den Deutsch- und Geschichtsunterricht

Dauer 2 Stunden
Durchführungsform Online
Zielgruppe Lehrkräfte Sek I, II, Deutsch, Geschichte
Niveaustufe Fortgeschrittene

Workshopbeschreibung

Wie können Prüfungsformate im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz (KI) an aktuelle Anforderungen angepasst werden? In diesem Workshop werden praxisnahe und innovative Prüfungsformate diskutiert, die den Einsatz von KI berücksichtigen und gleichzeitig kreative und kritische Denkfähigkeiten fördern.

Anhand konkreter Beispiele aus dem Deutsch- und Geschichtsunterricht werden alternative Prüfungsansätze vorgestellt, wie z. B. KI-gestützte Schreibaufgaben, kollaborative Projekte sowie schülergerechte Präsentationsformate. Dabei geht es auch um den kollegialen Austausch und Ziel ist es, Impulse für zukunftsorientierte und fairere Bewertungskonzepte zu geben, die sowohl den Potenzialen als auch den Herausforderungen des KI-Zeitalters gerecht werden.

Inhalt

Gezeigt werden u. a.:

  • aktuelle Erkenntnisse und Studien zum Einfluss generativer KI auf Lernen, Unterricht und Leistungserhebung
  • Konsequenzen von KI für klassische Aufgaben- und Prüfungsformate
  • Möglichkeiten einer stärkeren Prozessbewertung statt ausschließlich produktorientierter Bewertung
  • KI-gestützte Entwicklung und Reflexion von Bewertungskriterien
  • digitale Feedbackmöglichkeiten, u. a. am Beispiel von FelloFish
  • KI als Planungs- und Transformationshilfe für alternative Prüfungsformate
  • konkrete Beispiele aus dem Deutsch- und Geschichtsunterricht, z. B. fiktive Interviews, Quellezu-Comic, historische Instagram-Posts und multimediale Lernprodukte
  • Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler von Konsumenten zu Produzenten und reflektierten „Prosumenten“ zu machen
  • mündliche Stellungnahmen und Audiobeiträge als Ergänzung zur Überprüfung eigenständiger Leistung
  • aktuelle Orientierungsrahmen und Empfehlungen zum Umgang mit KI und Prüfungskultur

Die Teilnehmenden erwartet:

  • kurzer Einstieg: Was verändert generative KI an unserer bisherigen Prüfungskultur?
  • Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Lernen mit KI
  • kritische Analyse klassischer Prüfungs- und Aufgabenformate: Was funktioniert noch – und was muss sich verändern?
  • Überlegungen zur transparenten und fairen Leistungsbewertung bei zugelassener KI-Nutzung
  • Entwicklung bzw. Weiterentwicklung eigener Aufgaben- und Prüfungsformate
  • Reflexion über Chancen, Grenzen und mögliche Fehlentwicklungen KI-gestützter Prüfungskultur
  • Transfer: Wie kann ich meine bestehenden Leistungsnachweise „fit für KI“ machen?

Dieser Workshop richtet sich Lehrkräfte der Fächer Deutsch oder Geschichte aus Sek I und Sek II. Viele Ansätze sind auf weitere gesellschafts- und geisteswissenschaftliche Fächer übertragbar, geeignet für Fachschaften, Fachleitungen und Fortbildungsverantwortliche.

Voraussetzungen

  • Erste praktische Erfahrungen im Umgang mit generativen KI-Tools.
  • Optimalerweise stehen Ihnen zwei Geräte zur Verfügung: ein Arbeitsgerät und ein Gerät zum Verfolgen der Videokonferenz mit Videokamera und Mikrofon.
  • Grundlegendes Interesse an KI, Leistungsmessung und zeitgemäßer Prüfungskultur.
  • Zugang zu einem generativen KI-Tool, z. B. ChatGPT, fobizz, SchulKI, AIS.chat o.ä.
Prüfungsformate im KI-Zeitalter für den Deutsch- und Geschichtsunterricht

Referent:in

Kai Wörner unterrichtet neben dem Fach Deutsch als Seminarrektor das Fach Geschichte an der Realschule am Europakanal Erlangen II in Bayern. Digitalisierung ist sein Thema: Er arbeitet seit 2011 mit Tablets im Unterricht und engagiert sich seit Jahren in der Lehrerfortbildung. Zudem ist er auf den gängigen Social-Media-Plattformen aktiv (@Woe_Real) und freut sich immer über anregende Diskussionen. Mit „DiBiS“ (Digitale Bildung im Seminar) entwickelte er ein viel beachtetes Ausbildungskonzept, das an der bayerischen Realschule flächendeckend implementiert und im Rahmen des Schulversuchs „Digitale Schule 2020“ erstellt wurde. Aktuell beschäftigt er sich mit KI und deren Auswirkungen auf die Bildungslandschaft und Medienpädagogik. Herr Wörner realisiert als selbstständiger Referent auch Workshops im Auftrag der Hopp Foundation.

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