KI im Lehreralltag – Mit den richtigen Tools & Prompts zum gewünschten Ergebnis

Im Workshop wird nach einer Einführung in das Thema Künstliche Intelligenz (KI) der Blick zunächst auf ausgewählte KI-Tools gelenkt, um herauszufinden, welche KI beziehungsweise welches KI-Tool für welche Aufgabe am besten geeignet ist. Dabei werden außerdem die Risiken bei der Arbeit mit KI-Tools thematisiert. Im Anschluss geht es um die konkrete Arbeit mit diesen Tools – das sogenannte „Prompten“. Die Auswahl des richtigen KI-Tools ist entscheidend, um die Ergebnisse zu erhalten, die man für den Unterrichtsalltag benötigt. Zum Beispiel eignen sich klassische Chatbots wie ChatGPT eher für Brainstorming, während Podcasts besser mit NotebookLM erstellt werden können.

Ähnlich wie beim „Googeln“, bei dem man eine Suchmaschine dazu bringt, ein gewünschtes Ergebnis auszugeben, braucht es auch bei KI einen Prompt – also eine Anweisung an das KI-Modell. Dabei ist das Prompten keine einfache Fertigkeit, da man für ein sehr gutes Ergebnis sehr genau formulieren muss, was man haben möchte. Oft führt falsches Prompten im falschen Tool zu der Haltung „Na, so gut ist der Bot ja gar nicht“, obwohl in Wirklichkeit der Prompt und die Toolwahl das Problem sind. Im Workshop werden Tools & Prompts sowie deren Ergebnisse verglichen und die eigenen Prompt-Fertigkeiten verfeinert. Der Online-Workshop besteht aus den folgenden Teilen. Je nach Interesse der Workshopteilnehmenden werden die passenden Themen bearbeitet, da eine vollständige Bearbeitung aller Punkte zeitlich nicht möglich ist. Im Präsenz-Workshop sollen nach Möglichkeit alle Themen behandelt werden.

Teil 1: Geeignete KI-Tools für Lehrkräfte

Im ersten Teil werden geeignete KI-Tools für Lehrkräfte vorgestellt und deren Fähigkeiten verglichen. Der Umgang mit den Tools wird geübt und standardisiert. Diese können dabei helfen, typische Aufgaben im Alltag zu erledigen, wie zum Beispiel:

  • Brainstorming für den Verlauf einer Unterrichtsstunde
  • Beratung beim Umgang mit Mobbing-Fällen und ähnlichen Situationen
  • Erstellen von Texten (z. B. für Elternbriefe)
  • Erstellung von Unterrichtsmaterialien (z. B. Podcast, Arbeitsblatt, Quiz)
  • Erstellung von Materialien zum eigenständigen Lernen (z. B. Vokabelkarten, Mini-Website)

Teil 2: Kombination von LLMs mit anderen Werkzeugen

Im zweiten Teil wird verstärkt auf die Fähigkeiten von LLMs (Large Language Models) in Kombination mit anderen Werkzeugen eingegangen. Hierbei steht die Formatierung von Texten, Arbeitsblättern, Quizzes und Präsentationen im Fokus. Zum Beispiel durch die Kombination eines Chatbots mit …

  • LaTeX zur Erstellung ganzer Arbeitsblätter
  • YouTube
  • Kahoot zur Erstellung von Quizzen
  • Markdown und Office-Programmen

Teil 3: Einsatzmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler

Zum Abschluss wird darauf eingegangen, welche Möglichkeiten Schülerinnen und Schüler haben, um KI-Modelle sinnvoll einzusetzen. Mit diesem Wissen kann man SuS dazu anleiten, die folgenden Möglichkeiten von KI-Tools zu nutzen:

  • Lehrbuchmodus: kostenloser Nachhilfelehrer zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten auf Basis von festgelegten Quellen
  • Vorbereitung auf Referate: ChatGPT unterstützt SuS dabei, sich auf Referate und GFS-Themen vorzubereiten
  • Quizmodus: ChatGPT spielt einen Quizmaster
  • Textverfasser / Lektor: ChatGPT hilft bei einer Schreibblockade, verbessert geschriebene Texte oder fasst diese (bei Bedarf in einfacher Sprache) zusammen
  • Sprachtrainer: Nutzung der Spracherkennungs- und Sprachausgabetechnologien zur interaktiven Sprachübung

Voraussetzungen

Für die Teilnahme ist ein iPad oder Laptop sowie der sichere Umgang mit dem Endgerät nötig. Es ist sinnvoll, ein eigenes Gerät mitzubringen; vor Ort stehen aber auch Leihgeräte zur Verfügung. Außerdem ist, für die aktive Teilnahme ein Zugang zu einem KI-Tool notwendig.

KI im Lehreralltag – Mit den richtigen Tools & Prompts zum gewünschten Ergebnis

Referent:in

Johannes Walther ist ehemaliger Stipendiat der HoppFoundation und Lehrer für Informatik, Mathematik und Physik am Kurpfalzgymnasium in Schriesheim. Er ist leidenschaftlich daran interessiert, innovative Unterrichtskonzepte zu erkunden und das digitale Arbeiten an Schulen voranzutreiben. Er hat bereits Erfahrungen im Einsatz von ChatGPT sowohl bei der Unterrichtsvorbereitung als auch im Unterricht selbst gesammelt und möchte andere Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsvollen Umgang mit KI-Technologien wie ChatGPT befähigen.

Herr Walther realisiert als selbstständiger Referent auch Workshops im Auftrag der Hopp Foundation.

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