Schule als Schutzraum: Digitale Kinderrechte stärken

Social Media ist längst das digitale Kinderzimmer unserer Kinder: ein Ort zum Spielen, Kontakte-Knüpfen und Lernen – aber zugleich Schauplatz schwerwiegender Übergriffe in Form (sexualisierter) Gewalt. Wie gelingt eine Gesprächskultur, die Enttabuisierung vorantreibt, damit Kinder und Jugendliche offen über ihre Erfahrungen sprechen und genau die Hilfe bekommen, die ihnen nach oft traumatisierenden Erlebnissen zusteht? Und wie können Eltern, Sorgeberechtigte und Lehrkräfte gemeinsam dazu befähigt werden, betroffene Schüler:innen handlungsfähig und kompetent zu begleiten?

In diesem praxisnahen Workshop entwickeln die Teilnehmer:innen Antworten auf diese Fragen und damit einhergehend ein schulspezifisches, umsetzbares Konzept: abgestimmt auf ihre Strukturen und Terminpläne. Im Mittelpunkt steht die konkrete Integration in den oft dicht getakteten Schulalltag: kurze, wirkungsvolle Bausteine, klare Meldewege, transparente Verantwortlichkeiten und sofort nutzbares Material, das die Lehrkraft direkt in ihrem Unterricht, in Teamsitzungen und in Elternkommunikation einsetzen kann.

Die Teilnehmer:innen erleben eine Moderation, die sie bei der Bedarfsanalyse begleitet, um Risiken, Schnittstellen zu Schulleitung, Schulsozialarbeit und externen Fachstellen sowie bestehende Ressourcen zu identifizieren. Sie erarbeiten praxisnahe Kommunikationsformate für altersgerechte Gesprächssituationen mit Schwerpunkt auf die Primär- und Mittelstufe, lernen sichere Dokumentationswege kennen und erhalten handlungsleitende Strukturen für Verdachtsfälle, inklusive abgestimmter Schritte mit Schulleitung, Schulsozialarbeit und externen Partnern. Ebenso wichtig ist die Eltern- und Sorgeberechtigtenschaft: Sie entwickeln gemeinsam Grundlagenwissen, erreichbare Ansprechstellen und integrierbare Unterstützungsangebote, die in ihre schulischen Abläufe passen.

Der Lernprozess ist auf Praxisnähe ausgelegt: Moderierte Co-Design-Phasen ermöglichen den Teilnehmer:innen, ein Modul zu entwerfen, das zeitnah in Ihrer Schule umsetzbar ist. Der Workshop schafft messbaren Nutzen: ein flexibel einsetzbares, praxiserprobtes Konzept, das betroffene Kinder zeitnah schützt und begleitet, das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrkräften, Schülerinnen, Schülern und Eltern stärkt und Belastungsspitzen durch klare Prozesse und abgestimmte Verantwortlichkeiten reduziert.

Zielgrupppe

Lehrkräfte aller Schulformen, die mit Schüler:innen arbeiten und sich im Unterricht mit den Herausforderungen und Risiken von Social Media im Kontext sexualisierter Gewalt auseinandersetzen möchten. Schwerpunkt Primär- und Mittelstufe.

Voraussetzungen

Ein eigenes Tablet oder Laptop zum Bearbeiten der Konzepte.

Schule als Schutzraum: Digitale Kinderrechte stärken

Referent:in

Christina Cathérine Riehl bringt durch ihre langjährige Tätigkeit als Oberstudienrätin an zwei Schulformen – der Integrierten Gesamtschule Otterberg und dem Hohenstaufen-Gymnasium Kaiserslautern – sowie ihre vielfältigen Erfahrungen in der Schulentwicklung und Präventionsarbeit, ein fundiertes pädagogisches, organisatorisches und kommunikatives Profil mit. Als langjährige Jugendmedienschutzberaterin und zugleich Verantwortliche für das Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt in der Schule am Hohenstaufen-Gymnasium in Kaiserslautern, bewegt sie sich in ihrem täglichen Schulalltag stets zwischen der realen und der digital-realen Lebenswelt der Schüler:innen der Jahrgänge 5-13 und setzt sich gezielt und nachdrücklich für die Rechte von Kindern ein.

Als selbständige Referentin realisiert Christina Cathérine Riehl auch Workshops im Auftrag der Hopp Foundation.

Termine

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