Schutzkonzepte entwickeln und im Schulalltag verankern

Dauer 1 Tag
Durchführungsform Präsenz
Zielgruppe Lehrkräfte aller Schularten
Niveaustufe Alle Niveaustufen

Workshopbeschreibung

Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt sind mehr als die Summe einzelner Maßnahmen. Sie verbinden Prävention, Intervention und eine Kultur der Achtsamkeit zu einem schulischen Entwicklungsprozess. Der Präsenz-Workshop gibt einen strukturierten Überblick darüber, was ein wirksames Schutzkonzept ausmacht und wie seine zentralen Bausteine zusammenspielen.

Die Teilnehmer:innen setzen sich mit der Frage auseinander, wo die eigene Schule gut aufgestellt ist und an welchen Stellen Entwicklungsbedarf besteht. Ausgewählt Bausteine werden exemplarisch vertieft. Anhand von Alltagssituationen wird erprobt, wie Themen wie Nähe und Distanz, Graubereiche und verbindliche Vereinbarungen mit einem Kollegium bearbeitet werden können. Dabei werden digitale Lebenswelten und digitale Gewalt als Bestandteil heutiger Schutzkonzeptarbeit berücksichtigt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Prozess: Wie lässt sich Schutzkonzeptarbeit beteiligungsorientiert beginnen oder weiterführen? Welche Rollen und Verantwortlichkeiten braucht es? Und wie kann aus einzelnen Maßnahmen schrittweise eine tragfähige schulische Schutzstruktur entstehen? Die Teilnehmer:innen gewinnen einen sicheren Orientierungsrahmen, lernen praxistaugliche Methoden kennen und entwickeln konkrete nächste Schritte für die eigene Schule.

Inhalt:

  • Auftrag, Funktion und zentrale Bausteine schulischer Schutzkonzepte
  • Standortbestimmung: Wo steht die eigene Schule?
  • Risiko- und Potenzialanalyse als Grundlage der Entwicklung
  • Verhaltenskodex, Nähe und Distanz sowie Graubereiche exemplarisch bearbeiten
  • Digitale Lebenswelten und digitale Gewalt
  • Transfer: der nächste realistische Schritt an der eigenen Schule

Dieser Workshop richtet sich an Schulleitungen, Präventionsbeauftragte, Erstansprechpersonen, Steuergruppen, Qualitätsentwicklungsgruppen, Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeiter:innen, Ganztagsleitungen und Lehrkräfte, die an der Weiterentwicklung oder Umsetzung eines schulischen Schutzkonzepts beteiligt sind.

Voraussetzungen

  • Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
  • Hilfreich ist die Mitnahme vorhandener Schutzkonzeptbestandteile, Interventionspläne, Präventionsübersichten, Zuständigkeitsregelungen oder schulischer Ablaufpläne.
  • Schulen ohne ausgearbeitetes Schutzkonzept können ebenfalls teilnehmen und mit einer ersten Struktur für die weitere Entwicklung arbeiten.
Schutzkonzepte entwickeln und im Schulalltag verankern

Referent:in

Anja Hofmann-Bechtel ist spezialisiert auf institutionelle Prävention sexualisierter Gewalt im Kontext Schule und Bildung. Als ehemalige Schulleiterin und erfahrene Fach- und Führungskraft im Bildungsbereich verbindet sie Expertise in Schutzkonzeptarbeit, Prävention, Intervention und Schulentwicklung mit einem genauen Verständnis schulischer Praxis. In ihren Fortbildungen und Beratungsformaten unterstützt sie Schulen, Träger und pädagogische Einrichtungen dabei, Schutz nicht nur als Dokument, sondern als gelebte Struktur im Alltag zu verankern. Ihr Schwerpunkt liegt auf praxisnahen, organisationssensiblen Formaten, die Handlungssicherheit, Zuständigkeit und Sprachfähigkeit stärken.

Anja Hofmann-Bechtel realisiert als selbstständiger Referent auch Workshops im Auftrag der Hopp Foundation.

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