Der Präsenz-Workshop widmet sich der Frage, wie Lehrer:innen inmitten einer hohen Gesprächsdichte – von Tür und Angelgesprächen über Konflikt und Beratungsgespräche bis hin zu Eltern Lehrer Schüler Gesprächen – eine innere Haltung entwickeln können, die Stabilität, Klarheit und das Einnehmen der Metaperspektive ermöglicht.
Da der Lehrer:innenberuf wesentlich durch Beziehungsgestaltung geprägt ist und belastete Kommunikationsabläufe die Gesundheit beeinträchtigen können, richtet der Workshop den Fokus auf die emotionale Dimension von Gesprächssituationen.
Im Zentrum steht unter anderem die Vermittlung klassischer Kommunikationsmodelle, sowie die Betrachtung innerer Anteile, die in herausfordernden Gesprächssequenzen aktiviert werden. Das zugrunde liegende Anteilemodell ermöglicht es, innere Pluralität wahrzunehmen, zu benennen und als Ressource für gelingende Kommunikation nutzbar zu machen. Die Teilnehmenden arbeiten anhand realer Gesprächsbeispiele aus ihrem Schulalltag und untersuchen systemische Einflussfaktoren wie Rahmung, Vorannahmen, Beziehungsgestaltung und Haltung.
Der Workshop verfolgt das Ziel, Gesprächssituationen, die als schwierig erlebt werden, in stimmigere und tragfähigere Interaktionen zu transformieren. Durch die Verbindung systemischer Prämissen mit der Arbeit an inneren Anteilen entsteht ein Zugang zu einer Haltung, die sowohl Selbstkontakt als auch Beziehungskompetenz stärkt. Auf diese Weise wird Kommunikation zu einem Ort, an dem Lehrer:innen sich selbst Halt geben und gleichzeitig wirksam mit ihrem Gegenüber in Kontakt bleiben können, was insgesamt zu reduzierten körperlichen Stressreaktionen führt.
Zielgruppe
Lehrer:innen aller Schulformen und Fächer, die ihre Gesprächskompetenz vertiefen und die emotionale sowie systemische Dimension von Kommunikation im Schulalltag reflektieren möchten.
Voraussetzungen
Es sind keine spezifischen Vorkenntnisse erforderlich. Hilfreich ist die Bereitschaft, eigene Gesprächssituationen aus dem Schulalltag einzubringen und innere Anteile sowie systemische Zusammenhänge explorativ zu betrachten.