Demokratiebildung und Design Thinking

In einer Welt, in der demokratische Prinzipien und Prozesse zunehmend unter Druck geraten, wird die Notwendigkeit einer fundierten politischen Bildung in unseren Schulen immer deutlicher. Die Bedeutung von politischer Bildung in der Schule kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie bildet die Grundlage für das Verständnis und die Wertschätzung demokratischer Werte und Praktiken. In einer Zeit, in der Informationen und Meinungen oft polarisiert und über digitale Medien weit verbreitet werden, ist es entscheidend, junge Menschen in die Lage zu versetzen, Informationen kritisch zu bewerten, fundierte Meinungen zu bilden und aktiv am demokratischen Prozess teilzunehmen. Die Serie "Demokratiebildung und Design Thinking" ist als Antwort auf diesen Bedarf konzipiert und führt Schülerinnen und Schüler von der 9. bis zur 13. Klasse auf eine lehrreiche Reise.

Diese Workshopreihe nutzt das Konzept des Design Thinkings, um Schülerinnen und Schülern einen praktischen und interaktiven Zugang zur politischen Bildung zu ermöglichen. Design Thinking, bekannt für seine kreative und nutzerzentrierte Herangehensweise, bietet eine einzigartige Methode, um komplexe politische und gesellschaftliche Herausforderungen zu analysieren und innovative Lösungen zu entwickeln. Durch dieses Vorgehen erwerben die Lernenden wichtige Fähigkeiten wie Empathie, kritisches Denken und Problemlösung – Schlüsselkompetenzen für das Verständnis und die Gestaltung von Demokratie.

"Demokratiebildung und Design Thinking" ist mehr als nur ein Workshop – es ist ein Aufruf zum Handeln. Es geht darum, jungen Menschen das Werkzeug an die Hand zu geben, um als informierte, engagierte und kritische Bürger in einer demokratischen Gesellschaft zu agieren. Diese Reihe ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer Zukunft, in der Demokratie nicht nur ein theoretisches Konzept, sondern eine von jedem Einzelnen gelebte Realität ist.

Bitte beachten Sie, dass für die Durchführung eines Workshops iPads bzw. Rechner, WLAN, Stellwände oder Whiteboards sowie ein Raum an der Schule zur Verfügung stehen müssen.

Insgesamt bietet die Hopp Foundation 5 ganztägige interaktive Workshops für unterschiedliche Jahrgangsstufen an. Bitte wählen Sie im Antragsformular jeweils den bzw. die Workshops, die Sie gerne mit Ihren Schülerinnen und Schülern realisieren möchten.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Kapazität der Referent:innen mehrere Workshops nicht zeitgleich stattfinden können. Für die Terminauswahl stehen Ihnen alle verfügbaren Termine der Referent:innen im Buchungskalender zur Verfügung. Individuelle Terminwünsche können leider nicht berücksichtigt werden.

Workshop 1: Kreative Köpfe für Demokratie

Dauer: 1 Tag

Max. Teilnehmer:innen: 30

Das Angebot richtet sich an Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar und ist für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 und 10 konzipiert.

In dieser Challenge werden die Lernenden ermutigt, ihre Kreativität zu nutzen, um ein ansprechendes und informatives Werk zu erstellen, das Gleichaltrige dazu inspiriert, mehr über demokratische Prozesse zu erfahren und sich daran zu beteiligen.

Ziel des Workshops ist die Gestaltung eines kreativen Mediums (Poster, Video, Comic, Podcast etc.), das die Altersgenossen über die Bedeutung der Demokratie und die Rolle, die sie darin spielen können, informiert und inspiriert.

Workshop 2: Demokratie-Entdecker

Dauer: 1 Tag

Max. Teilnehmer:innen: 30

Das Angebot richtet sich an Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar und ist für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 und 10 konzipiert.

In dieser Challenge sollen die Schüler Orte wie Rathäuser, Parlamente, historische Stätten oder auch Online-Plattformen für Bürgerbeteiligung erforschen. Sie sollen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in einer Präsentation oder einem Bericht zusammenfassen und teilen.

Ziel des Workshops ist die Unternehmung einer „Demokratie-Entdeckungsreise“, bei der reale oder virtuelle Orte besucht werden, die von Bedeutung für die demokratische Geschichte und Gegenwart sind. Die Erkenntnisse werden dann über diverse Kanäle geteilt.

Workshop 3: Debattenmeister der Demokratie

Dauer: 1 Tag

Max. Teilnehmer:innen: 30

Das Angebot richtet sich an Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar und ist für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 bis 13 konzipiert.

In dieser Challenge bilden die Jugendlichen Teams und bereiten sich darauf vor, eine respektvolle und fundierte Debatte über ein relevantes Thema zu führen. Ziel ist es, verschiedene Perspektiven zu präsentieren, Zuhören und kritisches Denken zu fördern und eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen.

Ziel des Workshops ist das Durchführen einer Debatte über ein aktuelles politisches oder gesellschaftliches Thema, bei dem demokratische Werte und Prozesse im Mittelpunkt stehen.

Workshop 4: Gestalte eine Kampagne zur Förderung der Wahlbeteiligung unter Jugendlichen

Dauer: 1 Tag

Max. Teilnehmer:innen: 30

Das Angebot richtet sich an Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar und ist für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 bis 13 konzipiert..

In dieser Challenge entwerfen die Jugendlichen eine umfassende Kampagne, die die Bedeutung des Wählens hervorhebt und junge Menschen motiviert, ihre Stimme bei Wahlen und Abstimmungen zu nutzen. Sie überlegen, wie verschiedene Medien und Plattformen genutzt werden können, um die Botschaft effektiv zu verbreiten und junge Wählerinnen und Wähler anzusprechen.

Ziel des Workshops ist die Steigerung der Wahlbeteiligung und des politischen Engagements von Jugendlichen durch kreative und ansprechende Kampagnen.

Workshop 5: Wie können wir Schulen zu aktiven Zentren der demokratischen Bildung machen?

Dauer: 1 Tag

Max. Teilnehmer:innen: 30

Das Angebot richtet sich an Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar und ist für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 bis 13 konzipiert.

In dieser Challenge entwickeln die Schülerinnen und Schüler Ideen, wie Schulen zu Orten werden können, an denen junge Menschen nicht nur über Demokratie lernen, sondern demokratische Werte und Praktiken auch im Schulalltag erfahren und anwenden können. Sie denken über Lehrpläne, Aktivitäten und Projekte nach, die dazu beitragen können, die Prinzipien der Demokratie lebendig und relevant zu machen.

Ziel des Workshops ist die Transformation von Schulen in lebendige Demokratie-Lernzentren, in denen demokratische Werte und Praktiken integraler Bestandteil des Lernprozesses sind.


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Demokratiebildung und Design Thinking

Referent:in

Joachim Oest unterrichtete bis Sommer 2023 an der Michaelschule Papenburg die Fächer Mathematik, Geschichte/Politik, Sport und Wirtschaft und war 10 Jahre Fachleiter am Staatlichen Studienseminar für Realschulen in Mainz. Als Gründer und Leiter des „Deichdenker-Instituts für zeitgemäße Bildung und Innovation“ mit Sitz in Weener (Ostfriesland) führt er regelmäßig Workshops zu „Design Thinking im Unterricht“ und rund um die Themen „Digitalisierung im Unterricht“ und „Alternative Prüfungsformate“ durch. Weiterhin ist er als Keynote-Speaker, Referent und Autor aktiv. An seiner ehemaligen Schule hat er das Format „Digi-Snacks am Mittag“ etabliert, wo er das Kollegium in 30-minütigen Mikrofortbildungen im Umgang mit dem IPad im Unterricht fort- und weiterbildete. Herr Oest realisiert als selbstständiger Referent auch Workshops im Auftrag der Hopp Foundation.